Wir wollen Gott danken und ihm die Ehre geben! Lieber Gott, wir danken dir für alles, was du uns zum Leben schenkst: für die Früchte des Feldes, für das Obst an Bäumen und Sträuchern, für das Gemüse in den Beeten. Du hast alles so gut wachsen lassen.
»Mit dem Erntedankfest erinnern wir uns daran, dass es nicht selbstverständlich ist, wenn unsere Arbeit auf dem Feld oder im Garten im wahrsten Sinne des Wortes Früchte trägt.« Nikolaus Schneider
E – Danke fürs Essen.
Gerade wir hier in Europa haben genug von allem, oft sogar zu viel. Wir können uns aus einem großen Sortiment auswählen, was uns schmeckt. Können bewusst genießen, schnell den Hunger stillen oder auch mal über die Stränge schlagen. Was für ein Privileg, das man sich eigentlich nicht nur an Erntedank in Erinnerung rufen sollte!
R – Danke für Regen.
In einem Lied von Albert Frey singen wir: Herr, gieße Ströme lebendigen Wassers aus – Wasser, das von Jesus kommt. Jesus gibt das Wasser des Lebens (vgl. Johannes 4. 1-38) Ohne Wasser gibt es kein Leben. Und ohne Jesus gibt es keinen Lebenssinn.
N – Danke für Neues.
Gott schafft Neues. Immer wieder. In jedem Frühjahr lässt er die Blätter an den Bäumen wachsen, die Blumen sprießen, neues Leben entstehen. Auch in diesem Jahr hat Gott wieder Neues geschaffen – dafür danken wir am Erntedanksonntag.
T – Danke für so manche Traurigkeit.
Erst durch die traurigen und schweren Momente des Lebens können wir das Glück und die Freude so richtig spüren. Ein Leben mit Jesus ist kein rein fröhliches und glückliches Leben. Aber wir können gewiss sein: Wir müssen durch alles Leid und alle Traurigkeit nicht alleine durch. Jesus ist an unserer Seite. Auf allen Höhen und in allen Tälern.
E – Danke für alle großen und kleinen Erfolge.
Für Erlebnisse, die uns berührt haben, die uns haben wachsen lassen, die uns groß und stark gemacht haben und die uns ein Stück auf unserem Weg vorangebracht haben.
D – Danke für Durst.
Danke, Gott, dass uns immer wieder danach dürstet, uns zu verändern, Neues auszuprobieren, uns Wissen anzueignen, über uns hinauszuwachsen. Vielen Dank, dass du unseren Durst, unsere Sehnsucht nach Liebe, Geborgenheit und Treue stillst.
A – Danke für Anerkennung.
Wir alle sehnen uns nach Anerkennung. Wollen erkannt und geschätzt werden. Als Mensch, als Arbeitgeber oder -nehmer, als Vater, Mutter, Tochter, Bruder oder Schwester, als Freund oder Freundin. Wir wünschen uns, dass uns jemand in unsere Seele guckt, ohne dass das, was er oder sie da sieht, eine abschreckende Wirkung hat. Was wir brauchen ist Authentizität in unseren Beziehungen. Wie gut, dass wir in Jesus jemanden haben, der uns sieht, uns wertschätzt und liebt. Jemand, der immer echt und ehrlich zu uns ist und dem auch wir ganz so begegnen können, wie wir sind.
N – Danke für unsere Nächsten.
Danke für unsere Familie, unsere Freunde, für die netten Nachbarn von gegenüber, die freundliche Bäckereiverkäuferin, die kompetente Ärztin oder den netten Lehrer der Kinder. Hab dank für all die Menschen, an denen wir wachsen können, denen wir helfen oder beistehen dürfen. Vielen Dank für all jene Menschen, die uns tragen, ermutigen, herausfordern, sehen, lieben, zum Lachen bringen, trösten, versorgen, achten, wertschätzen, ermahnen, anspornen, …
K – Danke für jede scheinbar bedeutungslose Kleinigkeit.
Für Kinder und Kinderlachen. Für Kraft. Für Kaffee. Für Königswetter und Kaiserschmarrn. Für Kunst und Kultur. Für Kirchen. Für Komisches und Kauziges. Für Kleckse. Für Knospen. Für Kommunikation und Kreativität. Und so viel mehr.